Kino für alle! 2016 abgeschlossen

Projekt-Bericht und Fotos -> kino-fuer-alle.de

Im ersten Halbjahr 2016 haben wir das Film-Selbstbildungs-Projekt „Kino für alle!“ durchgeführt. Mit dem Ziel mehr Menschen in der Stadt zur kulturellen Selbsttätigkeit im Bereich Film anzuregen, diese Aktiven weiterzubilden und ihnen gesellschaftlich-politische und professionelle Reflexionsmöglichkeiten zu bieten, wurden fünf Veranstaltungen in der Stadt durchgeführt: Eine Exkursion zum IFF Rotterdam, ein Film-Workshop, eine Film-Sichtungsgruppe, ein Video-Slam und eine Medienkunstausstellung. Kooperiert wurde dabei mit dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney, dem Jugendzentrum Alte Post, dem Studiengang Medientechnik der Hochschule Emden-Leer und dem Medienzentrum der Stadt Emden. Grundgedanke der Aktivitäten war es, die Menschen, die ehrenamtlich, selbsttätig, freiwillig und hobby-motiviert im Bereich Film aktiv sind, zu stärken.

Wir danken allen Beteiligten!

Kino für alle!

Momentan arbeiten die Vereinsmitglieder mit gemeinsamer Kraft am Projekt „Kino für alle!“, das noch bis Ende Juni läuft. Aktuelle Infos dazu gibt es unter http://www.kino-fuer-alle.de.
„Kino für alle!“ ist ein Projekt zur Selbstbildung mit Film und Neuen Medien. Jungen Menschen und Menschen, die aus anderen sozialen oder habituellen Gründen an der Produktion, der Auswahl und dem Genuss von Filmkunst eher nicht beteiligt sind, wird ein Barriere-armer Zugang zur Teilhabe an dieser Ausdrucksform geboten. Das geschieht, indem für den TeilnehmerInnen Möglichkeiten zur freien Selbsttätigkeit und Expertenbeobachtung geschaffen werden. Sie bekommen die Möglichkeit, als BerichterstatterInnen auf Filmfestivals zu fahren, eigene Kurzfilmprogramme für das Emder Filmfest zusammenzustellen, in einem Workshop selbst Filme zu machen, auf einem „Video-Slam“ in der Alten
Post die eigenen Arbeiten zu zeigen und zusammen mit einer niedersächsischen Kunst- und Medien-Filmklasse, einen künstlerischen Zugang zum Filmemachen und die Praxis der Studiengänge zwischen Kunst, Film und Medien kennenzulernen.

Jeder Mensch kann Filme machen!

Die AG Film des Apolloverein und das JZ Alte Post veranstalten am 16.4.2016 einen Film-Workshop in der Alten Post. Gemeinsam mit dem Emder Medienzentrum und Studierenden der HS Emden-Leer wollen wir uns das Filmemachen beibringen. Der Workshop ist kostenlos – eingebracht werden unsere Ideen und unsere Freizeit. Kameras, Schnittcomputer und ein Mittagessen werden gestellt. Wenn Ihr Interesse habt, teilzunehmen, meldet Euch schnell über das JZ Alte Post an. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Workshop-Plätzen. Wir freuen uns über alle, die sich mit uns ans selbstorganisierte Filmemachen herantrauen!
Mehr über unsere Film-Bildung in Emden: kino-fuer-alle.de.

Anmeldungen an:

Alte Post – Zentrum für junge Menschen
Cirksenastraße 2a, Emden
Tel.: 04921/58926111
E-Mail.: jzaltepost@emden.de

AG Film fährt nach Rotterdam

Drei Mitglieder unserer AG Film, Hanna, Stefan und Hajo, sind nach Rotterdam zum Internationalen Filmfest gefahren, um das Kurzfilmprogramm dort zu sichten und Neues über aktuelle Tendenzen im Internationalen Festivalbetrieb zu erfahren. Was sie von dort an Eindrücken und Bildern mitgebracht haben, könnt ihr unter http://kino-fuer-alle.de nachlesen.

Jahrestreffen AG Film

Die AG Film des Apollovereines trifft sich am 18. Dezember um 17:00 Uhr im Cafe Einstein zur Vorbereitung für neue Projekte in 2016. Es wird eine neue Sichtungskommission für das Kurzfilmprogramm des Emder Filmfestes gewählt und es werden Verbesserungen für das „Filmfest meets Einstein“ im nächsten Jahr besprochen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Apolloverein sucht immer neue Mitglieder, die Lust haben sich mit ihrem Geschmack und ihren Ideen in die Emder Kulturlandschaft einzubringen!

Verein startet neue Mitglieder-Offensive

Es soll wieder etwas passieren in Emden! Die kulturinteressierten Emderinnen und Emder haben viele Ideen und drängen darauf, endlich wieder die Kultur in Emden mitzugestalten. Auch das Bürgerforum Kultur hat gezeigt, dass bügerschaftliches Engagement in der Kulturarbeit unverzichtbar ist. Die Mitglieder des Apollovereins wollen den aufkommenden Wind nutzen, um mit neuen Mitgliedern neue Projekte zu realisieren und alte Erfolge fortzusetzen. Der Verein hat dafür am 20. August seine Satzung geändert: Hier ist jetzt das Ziel des Vereins genauer formuliert. Hieß es zuvor allgemein, dass das Apollo Theater gefördert werden soll, so ist das Wirken des Vereins jetzt als Förderung von Soziokultur an verschiedenen Orten in der Stadt „im Geiste der Apollowochen“ auf den Punkt gebracht. Als neue Mitglieder werden von uns Menschen gesucht, die bereit sind, Zeit und Kreativität in spannende Kulturprojekte zu stecken, die der Besetzung des Apollogebäudes im Frühjahr 2010 ähnlich sind. Die Zuspitzung der Vereinsziele und das Werben um neue Mitglieder (bisher sind es 22) kommen heute zusammen mit neuen Ideen für das Kulturleben in der Stadt.

Kurzfilmprogramm „Neue Bilder, andere Welten“

Im Cafe Einstein wurde die diesjährige Ausgabe des Kurzfilmprogramms „Neue Bilder, andere Welten“ gezeigt. Seit 7 Jahren werden jetzt jedes Jahr die Kurzfilmeinreichungen zum Internationalen Filmfest Emden-Norderney von den Mitgliedern der AG Film gesichtet und zusammengestellt. Dieses kuratorische Prinzip ist auf Grund der demokratischen Zusammensetzung der Gruppe und der kollektiv-diskursiven Durchführung der Sichtungen eine Besonderheit. Das Programm, das dabei herauskommt ist immer ein Querschnitt durch die Geschmäcker der Emder Kulturaktivistinnen und Aktivisten. Es zeigt in seiner Vielfalt die verschiedenen möglichen Zugänge zum Medium Kurzfilm. Das fertige Programm wird dann im Rahmen des städtischen Filmfestes gezeigt. Dafür versehen die Mitglieder des Apollovereins das Cafe Einstein mit den Symbolen des Apollokinos: Popcornmaschiene, Nachos, Vorhang und Kino-Gong ergänzt seit 2014 eine von Urmel Meyering gebaute Apollo-Kino-Anzeigetafel an der Hauswand.

Teilnahme des Apollovereins am Bürgerforum Kultur

Mitglieder der AG Film haben im Frühjahr 2015 am „Bürgerforum Kultur“ teilgenommen. Das Bürgerforum war ein hervorragendes Beispiel für einen kooperativen Stil, in dem öffentliche Belange in Emden verhandelt werden können.

Der Apolloverein begrüßt vor allem die Ergebnisse des Bürgerforums zu Soziokultur und sieht darin u.a. die Wichtigkeit von kulturellen Bürger-Zusammenschlüssen für das Kulturleben der Stadt bestätigt. In der transparenten und offenen Diskussion war vieles darüber zu erfahren, was die Grundlagen von Soziokultur sind. Wichtig war dabei, dass in der ‚Breitenkultur‘ (wie man die Soziokultur auch nennen kann) anders als in der ‚Hochkultur‘ weniger die wissenschaftliche Qualifikation der Angestellten oder die Bedeutung des Trägers in Fachkreisen sondern die Interessen der Mitglieder entscheidend sind. Neben der Anzahl der Mitglieder zählt für die Bewertung von Soziokulturträgern besonders die Struktur und die Rechtsform des Trägers: Steht eine Teilnahme an den Angeboten wirklich allen Menschen der Stadt offen?  Ist eine volle Mitbestimmung über die kulturellen Inhalte wirklich allen Mitgliedern möglich? Sind diese Entscheidungen transparent und demokratisch? Werden informelle Barrieren entlang von Herkunft, Behinderung, Geschlecht, Sozialer Klasser etc. reflektiert und zu beseitigen versucht?

Der Chanty-Chor, die plattdeutsche Theatergruppe, der Kunstverein, das inklusive Theater, die Musikinitiative oder der Selbstbildungsverein sind allesamt – in dem Maße, in dem sie diese Fragen positiv beantworten können –Zusammenschlüsse der NutzerInnen selbst und damit  Verwirklicher kultureller Teilhabe.

Grandiose Weihnachtsparty in der Nordseehalle

Am 2. Weihnachtsfeiertag hat der Apolloverein zusammen mit der Nordseehalle Emden die „grandiose Weihnachstfeier“ veranstaltet. Mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher kamen, um zusammen zu feiern und ein weiteres Mal zu zeigen, dass gute Kulturarbeit für die Stadt auch von den Bürgerinnen und Bürgern selbst gemacht werden kann. Über den Geist der Apollowochen schrieb die Emder Zeitung am 28. Dezember 2013:

„Und in dem eher nüchternen Ambiente der Nordseehalle macht sich tatsächlich so etwas wie Apollo-Feeling breit. Wie 2010, als innerhalb von acht Wochen im Frühjahr ein buntes Kultur-Programm in die Räume des ausgemusterten Kinos gezaubert wurde. Menschen aller Altersgruppen hatten sich damals eingefunden. An diesem 2. Weihnachtstag ist das genauso. Ein bisschen wie ein großes Familientreffen. Soziale Unterschiede? Fehlanzeige.“

Als kleine Erinnerungsstütze für das, was 2010 Möglich war, baute Urmel Meyering für die Veranstaltung ein riesiges Kulissenteil aus Lampen im Art-Déco-Stil, rotem Tuch und nachgebildeten Kinoschaukästen. Das Apollo-Gebäude ist jetzt zum mobilen Symbol geworden, für den Spaß, den selbstorganisierte Kultur bereiten kann.

Freunde und Förderer von Soziokultur in Emden